Munich Streetphotography Teil 1

Meine Frau Andrea und ich waren mit meinen Schwiegereltern in paar Tage in der bayerischen Landeshauptstadt München unterwegs. Anstatt die Digitalkamera mitzunehmen, habe ich mich bewusst dafür entschieden, diesmal nur mit dem iPhone (6s) zu fotografieren.

Warum mit dem iPhone fotografieren? Das ist ein gute Frage....

 

Die erste Antwort, die mir dazu einfällt, ist sicherlich: Weil man es kann. Und weil es in meinen Augen ein Herausforderung darstellt. Den bewussten Verzicht auf das Gewohnte, raus aus der "Comfort Zone". Mal wieder etwas Neues entdecken und lernen.

 

Und es ist ja nicht so, dass die aktuellen (und auch etwas älteren) Smartphone-Modelle eine schlechte Kamera mitbringen würden. Natürlich reicht die Bildqualität, gerade im Grenzbereich was Licht anbelangt, nicht an eine aktuelle APS-C oder Vollformatkamera heran. Aber diesen Anspruch hat ja wohl auch niemand. Nichtsdestotrotz hat das Smartphone wohl den Kampf gegen seine Konkurrenten in der "Point&Shoot"-Liga für sich entschieden. Immer mehr Hersteller ziehen sich aus diesem Kamerasegment zurück, die Modellvielfalt schrumpft Jahr für Jahr. Warum noch ein zusätzliches Gerät mitführen, wenn das "Telefon" eh immer dabei ist? Allerhöchstens noch wegen der Zoomeigenschaften einer P&S-Cam...

 

So fiel also die Entscheidung, die Sony zu Hause zu lassen und nur mit dem iPhone auf Bilderjagd zu gehen. Etwas nervös war ich ja schon. Und Anfangs auch etwas unbeholfen. Es ist wie mit einer neuen Linse oder eben einer neuen Kamera. Man muss sich an das Gerät gewöhnen, an die Handhabung und die technischen Eigenschaften. Mit zunehmender Erfahrung werden natürlich auch die Ergebnisse besser.

Es ist ähnlich der Available Light Fotografie. Man achtet plötzlich wieder mehr auf Lichtsetzung, auf Strukturen und Bildkomposition. Der große Faktor "Nachbearbeitung" tritt in den Hintergrund. Hier ist zwar mittlerweile sehr viel möglich, Stichwort "Lightroom Mobile", aber das Ausgangsmaterial muss stimmen. Wie immer eigentlich, hier vielleicht aber noch ein bißchen mehr (zum Thema "Nachbearbeitung" werde ich mich ausführlicher im nächsten Post äußern.)

 

Wie ist also mein Fazit nach vier Tagen intensiver iPhonography? Ich bin begeistert. Man fällt als Fotograf so gut wie gar nicht auf, mit dem "Handy" fotografierende Menschen sind ein alltägliches Bild in den Straßen einer Stadt. Das bietet einem sehr gute Möglichkeiten. Die technischen Beschränkungen fordern das kreative Denken, ich für meinen Teil fotografiere mit dem Smartphone bewusster. Erstaunlicher Weise hatte ich am Ende des Tages weniger Bilder, als ich mit der "großen" Kamera wohl gemacht hätte, und der Anteil der "Keeper" war wesentlich höher. Eigentlich hätte ich gedacht, das Gegenteil würde der Fall sein. Ich werde also auch in Zukunft versuchen, die eine oder andere Idee bewusst mit dem "Telefon" umzusetzen. Warum? Weil ich es kann.



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