Available Light Teil 2

In zweiten Blogbeitrag zu Available Light geht es um das Fotografieren bei Nacht mit vorhandenen Lichtquellen und ohne Blitz.

Wie schon im ersten Teil zu "Available Light" erwähnt, geht es bei dieser Art der Fotografie darum, ohne zusätzliche (künstliche) Lichtquellen und nur mit dem ohnehin vorhandenen Licht zu arbeiten.


Auch für dieses Shooting stand das Videotraining der Plattform "Krolop & Gerst" mit seiner Idee Pate, dass man ja nicht unbedingt mit Fotografieren aufhören muss, wenn die Sonne untergegangen ist. Vielmehr bieten sich auch durch künstliche Lichtquellen interessante Möglichkeiten, das Motiv in Szene zu setzen.

Als Model hat sich die unvergleichliche Claudia "Gebi" Gebhardt zur Verfügung gestellt, die von der Idee der nächtlichen Fotografie gleichermaßen angetan war. Schnell waren wir uns über die Location einig: ich hatte von vorneherein eine Bahnunterführung im Kopf, die durch industrielle Bauweise und markante Lichtgebung (starke orangefarbene Scheinwerfer) eine sehr interssante Umgebung bieten würde. Nach einem kurzen Locationscouting waren wir uns beide einig: Genau richtig!

An unseren Shootingtermein begann es dann Abends zwar zu Regen, die Unterführung bat uns aber genügend Schutz vor den Elementen. Auch die Temperaturen hielten sich noch in einem angenehem Rahmen. Im Vorfeld habe ich mit Claudia noch kurz das Outfit besprochen, ich hatte etwas Rockiges mit Jeans und "wilden" Haaren im Kopf. Dies würde sich in die kantigen Umgebung der Unterführung gut einfügen.

An Equipement hatte ich wieder die Sony A7 dabei, diesmal in Kombination mit ein paar lichtstarken Festbrennweiten. Diese waren das Carl Zeiss 55mm 1.8, das Sigma SuperWide II 24mm 2.8 (analog) sowie ein Minolta 35mm 2.8 (analog).
Vor Ort begannen ich erst einmal, mich an die Einstellung heran zu tasten, mir war aber schon im Vorfeld klar, dass ich relativ hohe ISO-Werte brauchen würde. Ich entschied mich letzten Endes für ISO 4000 bei einer Belichtungszeit von 1/60s und einer Blende von 2.8.

Die nasse Straße gab dann bei einigen Bildern noch einige Interessante Highlights im Hintergrund, außerdem wurden wir von verschiedenen Fußgängern und Autofahrern neugierig beäugt.

Die Nachberarbeitung wurde in Lightroom durchgeführt (Belichtung, Farblook und einfache Retusche), auf eine starke Rauschreduzierung habe ich aber bewusst verzichtet. Zum einen, um die Bilder nicht unnötig weich zu zeichnen, zum anderen fand ich, dass das Bildrauschen einen wichtigen Teil zum Bildlook beiträgt. 

Das waren meine zwei aktuellen Beiträge zum Thema "Available Light", ein Thema, das die eigene Aufmerksamkeit wieder mehr auf das Arbeiten mit vorhandenem Licht lenkt  und durch die Beschränkung auf reduziertes Equipment die Kreativität fördert. Man trainiert auf jeden Fall seinen Blick für Licht und lernt, Lichtsituationen zu analysieren und bewusst einzusetzen.

Für die Zukunft plane ich auch noch ein Shooting in einer Tiefgarage, darüber wird es dann wohl auch noch einen Beitrag geben...

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